Psychotherapie

Achtsamkeit und Akzeptanz in der Psychotherapie

Leidet Ihre Psyche, weil Ihr Leben aus dem Gleichgewicht ist oder war?

Leiden Sie unter Ängsten, Grübeln, Schlafstörungen, Depression, unter Erschöpfung und Stressreaktionen aufgrund von belastenden Ereignissen, tiefen Enttäuschungen, Verlusten, Krankheits-Diagnosen? Leiden Sie unter chronischen Schmerzen wie Rückenschmerz, Kopfschmerz, Migräne?

Ost trifft West – Achtsamkeit in der Psychotherapie

Das Konzept der Achtsamkeit entstammt der jahrtausendealten fernöstlichen Meditationskultur, vor allem des Buddhismus und des Yoga. In den letzten Jahren finden Interventionen, die auf Achtsamkeit (Mindfulness) und Selbstmitgefühl (Self-Compassion) basieren, einen festen Stellenwert in der Behandlung von Depression, Angst und chronischem Schmerz, aber auch von anderen psychischen Störungsbildern.

Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie (MBPT)

Die Etablierung achtsamkeitsbasierter Verfahren im psychotherapeutischen Kontext, begann in den 1970er Jahren, mit der zunächst für Patienten mit chronischen Schmerzen entwickelten achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR) von Prof. Jon Kabat-Zinn. Er legte die Grundlage für den heute in der gesamten achtsamkeitsbasierten Psychotherapie akzeptierten Begriff der „Achtsamkeit“. Achtsamkeit bezeichnet eine besondere Form von Konzentration und gezielter Aufmerksamkeitslenkung, bei der man bewusst wahrnimmt, was im gegenwärtigen Moment – im Hier und Jetzt – ist, ohne zu werten. In einer Grundhaltung von Akzeptanz und Annahme können negative Gefühlszustände, Denkmuster und Verhaltensstrukturen, erkannt und aktiv verändert werden.

Achtsames Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge (MSC)

In der modernen Psychotherapie, nicht nur in der Kognitiven Verhaltenstherapie, gibt es derzeit zwei große Innovationen: Achtsamkeit und das Konzept des Wohlbefindens. Sie betonen wie zentral das Erlernen, Üben und Erleben von Achtsamkeit, Selbstfürsorge, SelbstMitgefühl und Akzeptanz für heilsame Regulation und körperliche und psychische Gesundheit ist.

Yoga und Psychotherapie – Einheit von Körper und Psyche

Yoga, als uralte indische Meditations- und Achtsamkeitspraxis, beschäftigt sich vom Ursprung her mit dem, was heute die Psychotherapie bearbeitet, dem Geist – wie wir Denken, Fühlen, Handeln und Einfluss darauf nehmen können, um heilsame Gedanken-und Gefühlsqualitäten zu fördern. Yoga bezieht Körper, Atem, Geist und Psyche in diesen Übungsweg mit ein und führt über Konzentration, Beruhigung und Entspannung zu Klarheit und Selbsterkenntnis und zu geistiger und seelischer Entwicklung.
Die Kombination von Yoga und Psychotherapie kann ein enormes Potential entfalten und wird in meiner Praxis als psychologisch wirksame Methode eingesetzt.

Ressourcen und Selbstregulation – Heilung von Innen

Die ganzheitlichen Therapien helfen Symptome zu bewältigen und zeigen Wege, heraus aus dem Karussell von Ängsten, Schmerzen, Erwartungen, alten Mustern und Gewohnheiten, die heute die Grundproblematik für seelische Erkrankungen und krankmachenden Stress sind.
Der Blick wird wieder frei für die eigenen inneren Kraft- und Energiequellen, für Ihre Fähigkeiten, positive Erinnerungen, Visionen, Ziele, Ideen, Wünsche und Ihre innere Regulationsfähigkeiten wie Selbstwert, Entspannung, Atem. So kann eine entspanntere und heilsame Haltung zu sich und seinem Leben entstehen.

Dr. Ulrich Ott, „Neurowissenschaft und Meditationsforschung bestätigen die Wirkung von Achtsamkeit und ihre heilsame Kraft:
für den Körper: Entspannung, Ruhe und Selbstregulierung (Homöostase), bessere Stress- und Schmerz-Verarbeitung, Verbesserung von Immunreaktion und Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz, Verringerung von Entzündungen durch die viele chronische Krankheiten entstehen.
für die Psyche: mehr Konzentration, weniger emotionaler Stress, mehr Energie, Empathie, Freude und dadurch eine liebevolle, akzeptierende Haltung und Beziehung zu sich selbst und anderen“.

Prof. Paul Gilbert, Mitgefühlsbasierte Therapie (Compassion Focused Therapie): „Wegweisendes Forschungsergebnis ist, dass unser ganzer Organismus sich am optimalsten entwickeln kann, wenn wir uns geborgen und geliebt fühlen. Mit der Evolution der Säugetiere und der benötigten Brutpflege bedurfte es eines neuen psychophysiologischen Systems, welches Geben und Empfangen von Fürsorge und Zuwendung ermöglichte. Diese Fürsorgementalität ist maßgeblich beteiligt an der Fähigkeit unsere Gefühle zu regulieren. Nur wenn wir uns sicher fühlen, können wir den Kampf-, Flucht-oder Erstarrungsmodus verlassen und heilsame Regulierung kann stattfinden… Wenn wir weiter Bedrohung erleben oder wahrnehmen (real, oder nicht) und es keine Zuflucht in eine sichere und gütige Beziehung – zu anderen, oder zu uns selbst gibt, kann keine heilsame Regulierung stattfinden“

 

Psychotherapie – Einzel- und Gruppentherapie

Aufbauend auf der therapeutischen Beziehung, die auf Vertrauen und Wertschätzung basiert und dem therapeutischen Gespräch, begleite ich Sie in Ihrem Prozess der Heilung und Potenzialentfaltung. Gemeinsam erarbeiten wir Ihr individuelles Therapiekonzept, auch gerne in Absprache mit Ihrem Arzt. Es kann verschiedene Module, in Einzel-und/oder Gruppentherapie, beinhalten, wie:

Achtsame, sanfte Körperbewegung und Body Scan
schult Körperwahrnehmung und sich im Körper sicher und wohl zu fühlen

Atemtherapie: Yoga Pranayama
Gezielte Selbstregulation für Körper, Geist/Seele bei Angst, Panik, Schmerz

Entspannungsverfahren: Autogenes Training, Yoga Nidra, Meditation
konzentrative Selbstentspannung bei Schlaf-, Angststörungen, Schmerz, Depression

Achtsames Selbstmitgefühl: Mindful Self Compassion (MSC)
Wissenschaftlich fundiertes Trainingsprogramm für Körper und Psyche

Bifokale Achtsamkeit: Energetische Psychologie, EMDR, Klopfen mit PEP
Emotionale Selbstregulation und Therapie bei Ängsten, chronischem Schmerz

Gesundheitsfördernder Lebensstil
Forum Lebenskunst – Psychoedukation, Miteinander und Genuss
Ernährung – individuell, typgerecht

Kooperationen bestehen mit

  • Schmerzzentrum Neu-Ulm, Dr. Eva Bartmann
  • Herzklinik Ulm, Dr. Haerer und Partner
  • Elke Weinkauf, tiefenpsychologische Psychotherapie
  • Dieter Hölle, Facharzt für Allgemeinmedizin, TCM

 

Unser Mind-Body-Konzept als ergänzende Therapie bietet verschiedene Konzepte für die gesunde Bewältigung des Alltags. Es ist wie die Mind-Body-Medizin darauf ausgerichtet Hilfe zur Selbsthilfe zu erlernen, Stress zu bewältigen, die Lebensqualität zu steigern und auch Lebensinhalte zu finden. Es unterstützt, in Kooperation mit Ärzten und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen, auch dabei Strategien zur Krankheitsbewältigung zu entwickeln und fördert die Entwicklung von Selbstfürsorge.

Methoden und Bausteine:

  • Bewegung
  • Entspannungstechniken/Meditation
  • Stressmanagement: Methoden und Techniken zur Bewältigung von Stress und Förderung von Entspannung: Hatha-Yoga, Autogenes Training, QiGong, Achtsamkeitsverfahren und Meditation
  • Ernährung
  • Soziale Kontakte und Miteinander

Einsatzbereiche
Wissenschaftlich belegt sind die Verfahren zum Beispiel unterstützend bei:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Bluthochdruck
  • Spannungskopfschmerz, Migräne
  • Chronische Schmerzen wie Rückenschmerz, chronisches Schmerzsyndrom
  • Schlafstörungen, Ängsten, Depressionen, Burn-Out-Syndrom
  • Rheumatische Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen

 

Unterstützend zur Bewältigung von Krankheiten
Bei vielen chronischen Erkrankungen sind Stresshormone in das Geschehen miteinbezogen und behindern angemessene Regulations- und Reparaturprozesse.
Mit Hilfe meditativen Übens kann das innere Stressniveau gesenkt werden und unterstützend Einfluss genommen werden auf Körper, Geist und Psyche.
Durch Stressreduktion nimmt die psychische Belastung ab und die Aufmerksamkeit kann gezielt auf innere Ressourcen gelenkt werden, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Negative Bewertungen, die zu einer Verschlechterung der Situation beitragen und zu einem Gefühl der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit führen können, werden bewusst gemacht und abgebaut. Gleichzeitig wird die Selbstverantwortung betont, das Selbstwertgefühl und eine wohlwollende, annehmende Haltung sich selbst gegenüber gefördert. So kann das Vertrauen gestärkt werden, die Erkrankung bewältigen zu können.

Einzelbehandlungen finden in meiner Praxis am Eselsberg statt:
Renate Aicham-Vogel
Praxis für ganzheitliche Therapie und Psychotherapie
89075 Ulm, Agathe-Streicher-Weg 8